AutopsiA Cd
PALLADIUM
 


AUTOPSIA-WALDSINFONIE
CD-Hypnobeat

Der Wald ist heimlich. Das Wort gehört zu jenen unserer Sprache,in denen sich zugleich ihr Gegensatz verbirgt. Das Heimliche ist das Trauliche, das wohlgeborene Zuhause, der Hort der Sicherheit. Es ist nicht minder das Verborgen-Heimliche und rückt in diesem Sinne an das Unheimliche heran. Wo wir auf solche Stämme stossen, dürfen wir gewiss sein, dass in ihnen der grosse Gegenstanz und die noch grössere Gleichung Leben und Tod anklingen, mit deren Lösung sich die Mysterien beschäftigen. In diesem Lichte ist der Wald das grosse Todeshaus, der Sitz vernichtender Gefahr. Es ist die Aufgabe des Seelenführers, den von ihm Geführten an der Hand dorthin zu leiten, damit er die Frucht verliert. Er lässt ihn symbolisch sterben und auferstehen. Hart an der Vernichtung liegt der Triumph. Aus diesem Wissen ergibt sich die Erhöhung über die zeitliche Gewalt. Der Mensch erfährt, dass sie ihm im Grunde nichts anhaben kann, ja nur dazu bestimmt ist, ihn im höchsten Range zu bestätigen. Das Schreckensarsenal, bereit, ihn zu verschlingen, ist um den Menschen aufgestellt. Das ist kein neues Bild. Die „neuen“ Welten sind immer nur Abzüge ein und derselben Welt. Sie war den Gnostikern bekannt, den Einsiedlern der Wüste, den Vätern und wahren Theologen seit Anbeginn. Sie kannten das Wort, das die Erscheinung fällen kann. Die Todesschlange wird zum Stab, zum Szepter dem Wissenden, der sie ergreift. Die neuen Lihter, die neuen Sonnen sin flüchtige Protuberanzen, die sich vom Geist ablösen. Sie prüfen den Menschen auf sein Absolutes, auf seine wunderbare Macht. Stets kehren die Schicksalsschläge wieder, durch die er als solcher in die Schranken gefordert wird. Die Lehre vom Walde ist uralt wie die menschliche Geschichte, ja älter als sie. Sie findet sich bereits in den ehrwürdigen Urkunden, die wir zum Teil erst heute zu entziffern verstehen. Sie bildet das gro$e Thema der Märchen, der Sagen, der heiligen Texte und Mysterien. Wenn wir das Märchen der Steinzeit, den Mythos der Bronzezeit und die Geschichte der Eisenzeit zuordnen, so werden wir überall auf diese Lehre stossen, falls unsere Augen dafür geöffnet sind. Wir werden sie in unserer uranischen Epoche wiederfinden, die man als Strahlungszeit bezeichnen kann.

WALDSINFONIE-TE SILENCE OF THE LAMB CD

I have heard of this group, but never before experienced their music, And to be entirely honest, I was very surprised by the style. I guess they fall into an area best described as moody Neo-Classical, although the music owes its genesis to turn of the century composers, with roots reaching back towards Medieval musics. Indeed, the people who we have come to regard as 20th Century composers show up not one iota on this music, yet it has a crisp freshness which places it right up to date. Track one is "Gebet" basing itself on deep tympani, sampled breathy sounds & a high tamborine sound, From there it takes a smooth organ sound, blended with vocal voices & synthesized trumpets. It. sounds a little like a more positive version of the Last Post, fleshed out into a full piece of music. "Erwachen Des Waldes" uses a combination of strings & piano (with a slight harpsichord twang), and later on calming vocal harmonies to create something slightly Medieval - it reminds me of a non-vocal, more studied & composed version of a ATARAXIA track. "Die Jagd Beginnt Gilles De Rais Remix" comes next, reminding me a little of the Christmas Carol "Ding Dong Merrily On High" taken at a tangent, with interesting percussive punctuation & some great horn section sounds, "Der Wald Versinkt In Schlaf" closes this EP - another which is similar to a well-known piece of music, but which one keeps at bay from memory. This one has moments of dark dischord, but never ventures beyond the dramatic into more severe areas, It has a huge sound to it, an ideal closing piece with it's dark semi-rhythmic bass sounds over which are built horn tunes & vocal harmonies, tubular bell carillons & cymbal splashes. I know far, far too little about this group & feel hungry to know more. Sometimes this is like Chamber Music with the gaps filled in, sometimes like a light Tchaikovski, minimised without losing any of the clout. Purists will sneer at this modernised Chimera of Classical music, but we should pity them & seek out the album.

Antony Burnham for METAMORPHIC JOURNEYMAN



HYPNOBEAT